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Heilerziehungshilfe

 Ab 1.8.2014 lautet die Berufsbezeichnung:

Sozialassistentin / -assistent Schwerpunkt Heilerziehung

Bildungsziel

Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Menschen mit Behinderung - einzeln oder in Kleingruppen - in ihrem Entwicklungsstand und in ihrer Lebenssituation zu sehen, ihre Bedürfnisse zu erfassen und angemessen zu handeln. Im Einsatzbereich von heilerziehungspflegerischen Einrichtungen sollen sie die Fachkräfte bei der Betreuung, Versorgung, Pflege und Erziehung der Menschen mit Behinderung unterstützen. Sie sind mithelfende Fachkräfte, die unter Anleitung bei der Betreuung der Menschen mit Behinderung mitwirken und die Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger unterstützen. Anfallende hauswirtschaftliche Tätigkeiten in diesem Bereich können sie selbständig und eigenverantwortlich erledigen.

Aufnahmevoraussetzungen

Der Besuch der zweijährigen Berufsfachschule setzt keine Berufsausbildung oder berufliche Tätigkeit voraus. Aufgenommen wird, wer mindestens den Hauptschulabschluss erworben hat. Wünschenswert wäre ein Praktikum im Bereich der Gesundheits- oder Sozialpflege.

Art und Dauer der Ausbildung

Der Bildungsgang dauert zwei Jahre.

Stundentafel

Die Stundentafel gliedert sich wie folgt:

Berufsbezogener Lernbereich

  • Theorie der Heilerziehung
  • Gesundheitslehre/Pflege
  • Berufs- und Rechtskunde
  • Fachpraxis Heilerziehung
  • Fachpraxis Gesundheitsförderung/Pflege
  • Mathematik
  • Englisch

Berufsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Religionslehre
  • Sport/ Gesundheitsförderung
  • Politik/Gesellschaftslehre

Differenzierungsbereich

Angebote nach Neigungen der Schülerinnen und Schüler und den Möglichkeiten der Schule (z.B. Arbeitsgemeinschaften: Theater, Gitarre, Kunst etc.)

Praktika

Die Ausbildung findet auch an außerschulischen Lernorten statt. Blockpraktika von insgesamt 16 Wochen innerhalb der zwei Jahre bereiten auf mögliche spätere Tätigkeitsfelder vor. Praktikumsfelder erstrecken sich auf die Behindertenhilfe in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Bildung.

Abschluss

Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen, die zur Berufsbezeichnung Staatlich geprüfte Sozialassistentin /Staatlich geprüfter Sozialassistent Schwerpunkt Heilerziehung berechtigt. Mit der Ausbildung kann gleichzeitig - mit entsprechenden schulischen Leistungen - ein dem Sekundarabschluss I gleichwertigen Abschluss (Hauptschulabschluss nach Klasse 10) oder die Fachoberschulreife erworben werden.

Berechtigungen

Die Doppelqualifikation ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen u. a. den Besuch der Fachschule für Heilerziehungspflege, den Besuch der Fachoberschule 12 B zum Erwerb der Fachhochschulreife und den Zugang zu Berufen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzen.

Aufwendungen

Schulgeld wird nicht erhoben. Mit folgenden Ausgaben muss gerechnet werden:

  • Eigenanteil bei Schulbüchern, z. Zt. 80,00 Euro
  • Ausgaben für evtl. Besichtigungen
  • evtl. Kosten für eine Klassenfahrt (nur im vertretbaren Rahmen nach Zustimmung der Erziehungsberechtigten und der Schulkonferenz)
  • Eigenanteil für fachpraktischen Unterricht
  • Kosten für besondere pädagogische Bedarfe z.B. Kopien 8,00 Euro

Fahrgeld

Die Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel für die Fahrt zur Schule und zurück übernimmt der Schulträger, wenn der Schulweg mindestens 5 km beträgt.

Förderung

Es besteht die Möglichkeit, BAFöG zu beantragen. Auskunft erteilt das Amt für Ausbildungsförderung beim Kreis Borken - Telefon: 02861-820. Anträge sind bei den Sozialämtern der örtlichen Stadt- und Gemeindeverwaltungen erhältlich.

Anmeldungen

Die Anmeldung erfolgt über das Schüler-Online-Verfahren in Ihrer Schule. Falls erforderlich unterstützen wir Sie dabei in unserem Schulbüro.

Der Unterricht findet am Schulstandort in Stadtlohn statt.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie weitere Auskünfte oder eine ausführliche Beratung wünschen.

 

Bildungsgangleiterin Mechthild Voss

Abteilungsleiterin Barbara Bürger

Schulleiterin Michaele Grote

 
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