Heilerziehungspflege
Bildungsziel
Die Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege bildet zur/zum „Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/-pfleger“ aus. Heilerziehungspflegerinnen/-pfleger sind sozialpädagogische Fachkräfte für Pflege, Betreuung und Erziehung von behinderten Menschen aller Altersgruppen und aller Behinderungsarten. Sie unterscheiden sich von Erzieher/innen darin, dass sie über ein umfangreiches Wissen speziell über Behinderung, Pflege, Erziehung, Förderung und Begleitung solcher Bezugspersonen verfügen, die behindert - in der Regel mehrfachbehindert - sind.
Mit dem Besuch der Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege kann gleichzeitig die Fachhochschulreife erworben werden.
Aufnahmevoraussetzungen
1. In die Fachschule wird aufgenommen, wer mindestens den Abschluss der Ausbildung in einem einschlägigen Ausbildungsberuf abgeleistet hat wie
- Staatlich geprüfte(r) Sozialhelfer/in
- Staatlich geprüfte(r) Heilerziehungshelfer/in).
2. Fachhochschulreife im Sozial- und Gesundheitswesen
3. Allgemeine Hochschulreife, wenn fachspezifische berufliche Tätigkeiten bzw. Praktika nachgewiesen werden
Die Aufnahme erfordert die Fachoberschulreife und den Nachweis der persönlichen Eignung, der durch die Vorlage eines Führungszeugnisses zu erbringen ist.
Art und Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in Vollzeitform drei Schuljahre und ist gegliedert in einen zweijährigen überwiegend fachtheoretischen und einen einjährigen überwiegend fachpraktischen Ausbildungsabschnitt (Berufspraktikum). Heilerziehungspflegerinnen/-pfleger kommen bei Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Beschäftigungssystemen zum Einsatz:
Wohnen - Familien, Wohngemeinschaften, Wohnheime, Wohnstätten, Landeskrankenhäuser, Internate etc.
Bildung - Sonderkindergärten, Integrative Kindergärten, etc.
Arbeit - Werkstätten für Behinderte etc.
Freizeit - Freizeitangebote, Freizeittreffs, Teestuben etc.
Stundentafel
Fachbezogener Bereich
Theorie und Praxis der Heilerziehung
Gesundheit/ Pflege
Psychiatrie
Organisation/Recht/Verwaltung
Heilerziehungspflegerische Schwerpunkte im
- Kreativ-musischer Bereich
- Sprachlich-kommunikativer Bereich
- Gesundheits-bewegungsorientierter Bereich
- Organisatorisch-technologischer Bereich
Projektarbeit
Fachrichtungsübergreifender Bereich
- Deutsch/Kommunikkation
- Politik/Gesellschaftslehre
- Religionslehre
- Englisch
Differenzierungsbereich
- Arbeitsgemeinschaften
- Mathematik (zum Erwerb der Fachhochschulreife)
Fachpraktische Ausbildung
Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr insgesamt 16 Wochen in Einrichtungen der Behindertenhilfe
Berufspraktikum
Praktische Tätigkeit in einer anerkannten Einrichtung der Behindertenhilfe. Das Berufspraktikum wird 160 Stunden durch den Unterricht in der Schule begleitet.
Aufwendungen
Schulgeld wird nicht erhoben. Mit folgenden Ausgaben muss gerechnet werden:
- Eigenanteil bei Schulbüchern, z. Zt. 109,00 Euro
- Ausgaben für Klassenfahrten
- Eigenanteil für fachpraktischen Unterricht
- Kopierkosten
Fahrgeld
Die Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel für die Fahrt zur Schule und zur Praxisstelle übernimmt der Schulträger, wenn der Schulweg mindestens 5 km beträgt.
Förderung
Es besteht die Möglichkeit, BAFöG zu beantragen. Auskunft erteilt das Amt für Ausbildungsförderung beim Kreis Borken - Telefon: 02861-820. Anträge sind bei den Sozialämtern der örtlichen Stadt- und Gemeindeverwaltungen erhältlich.
Berechtigungen und Weiterbildungsmöglichkeiten
Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen, die zur Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger“ berechtigt. Mit dem erfolgreichen Besuch der Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege können Schülerinnen und Schüler gleichzeitig die Fachhochschulreife erwerben. Nach mindestens einjähriger Tätigkeit als staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger kann eine Zusatzausbildung in Heilpädagogik/Sonderpädagogik oder Motopädie angeschlossen werden. Die Berechtigung zum fachbezogenen Studium wird durch den Erwerb der Fachhochschulreife erworben.
Anmeldungen
Anmeldeformulare und Informationen über diese und andere Schulformen erhalten Sie im Schulbüro.
Berufskollegs Lise Meitner mit gymnasialer Oberstufe
Lönsweg 24
48683 Ahaus
Tel.: 02561/955700 FAX: 02561/955701
E-Mail:bk-lm@t-online.de
Bitte nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie weitere Auskünfte oder eine ausführliche Beratung wünschen.
Abteilungsleiterin StD' Barbara Bürger
Schulleiterin OStD’ Michaele Grote
