Heilerziehungspflege

Wir bieten die Fachschule Heilerziehungspflege in zwei Organisationformen an:

1. Gestufte Ausbildung, d.h. zwei Jahre schulische Ausbildung mit 16 integrierten Praktikumswochen und einem einjährigen Berufspraktikum (Anerkennungsjahr)

2. Praxisintegrierte Ausbildung, d.h. die schulische Ausbildung und die Ausbildung in der Berufspraxis verteilt gleichmäßig über die dreijährige Ausbildungszeit

Bildungsziel

Die Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege bildet zur/zum „Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/-pfleger“ aus. Heilerziehungspflegerinnen/-pfleger sind sozialpädagogische Fachkräfte für Pflege, Betreuung und Erziehung von Menschen mit Behinderungen aller Altersgruppen und aller Behinderungsarten. Sie unterscheiden sich von Erzieher/innen darin, dass sie über ein umfangreiches Wissen speziell über Behinderung, Pflege, Erziehung, Förderung und Begleitung solcher Bezugspersonen verfügen, die behindert - in der Regel mehrfachbehindert - sind.

Mit dem Besuch der Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege kann gleichzeitig die Fachhochschulreife erworben werden.

Aufnahmevoraussetzungen

1. In die Fachschule wird aufgenommen, wer mindestens den Abschluss der Ausbildung in einem einschlägigen Ausbildungsberuf abgeleistet hat wie

  • Staatlich geprüfte(r) Sozialhelfer/in
  • Staatlich geprüfte(r) Heilerziehungshelfer/in).

2. Fachhochschulreife im Sozial- und Gesundheitswesen

3. Allgemeine Hochschulreife, wenn fachspezifische berufliche Tätigkeiten bzw. ein einjähriges Praktikum nachgewiesen werden

Die Aufnahme erfordert die Fachoberschulreife und den Nachweis der persönlichen Eignung, der durch die Vorlage eines Führungszeugnisses zu erbringen ist.

Art und Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in Vollzeitform drei Schuljahre und ist gegliedert in einen zweijährigen überwiegend fachtheoretischen Ausbildungsabschnitt. In dieser Zeit werden 16 Wochen Praktikumszeiten durchgeführt. Daran schließt sich ein einjähriger überwiegend fachpraktischen Ausbildungsabschnitt das Berufspraktikum an.

In der praxisintegrierten Form dauert die Ausbildung ebenfalls 3 Jahre und ist gegliedert in fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungszeiten. Das Berufspraktikum ist in diese dreijährige Ausbildung integriert. An 2 bis 2,5 Tagen findet der Unterricht am Berufskolleg statt. Ein begleitetes, angeleitetes Praktikum von 15 - 20 Std./Woche wird in den Arbeitsfeldern der Eingliederungshilfe oder der Behindertenhilfe durchgeführt.

Heilerziehungspflegerinnen/-pfleger kommen bei Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Beschäftigungssystemen zum Einsatz:

Wohnen -  Familien, Wohngemeinschaften, Wohnheime, Wohnstätten, Landeskrankenhäuser, Internate etc.

Bildung - Sonderkindergärten, Integrative Kindergärten, etc.

Arbeit - Werkstätten für Behinderte etc.

Freizeit - Freizeitangebote, Freizeittreffs, Teestuben etc.

Stundentafel

Fachbezogener Bereich

Theorie und Praxis der Heilerziehung

Gesundheit/ Pflege

Psychiatrie

Organisation/Recht/Verwaltung

Heilerziehungspflegerische Schwerpunkte im

  • Kreativ-musischer Bereich
  • Sprachlich-kommunikativer Bereich
  • Gesundheits-bewegungsorientierter Bereich
  • Organisatorisch-technologischer Bereich

Projektarbeit

Fachrichtungsübergreifender Bereich

  • Deutsch/Kommunikkation
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Religionslehre
  • Englisch

Differenzierungsbereich

  • Arbeitsgemeinschaften
  • Mathematik (zum Erwerb der Fachhochschulreife)
  •  

Aufwendungen

Schulgeld wird nicht erhoben. Mit folgenden Ausgaben muss gerechnet werden:

  • Eigenanteil bei Schulbüchern, z. Zt. 75,00 Euro
  • Ausgaben für Klassenfahrten
  • Eigenanteil für fachpraktischen Unterricht
  • Kopierkosten

Fahrgeld

Die Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel für die Fahrt zur Schule und zur Praxisstelle übernimmt der Schulträger, wenn der Schulweg mindestens 5 km beträgt.

Förderung

Es besteht die Möglichkeit, BAFöG zu beantragen. Auskunft erteilt das Amt für Ausbildungsförderung beim Kreis Borken - Telefon: 02861-820. Anträge sind bei den Sozialämtern der örtlichen Stadt- und Gemeindeverwaltungen erhältlich.

Berechtigungen und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen, die zur Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger“ berechtigt. Mit dem erfolgreichen Besuch der Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege können Schülerinnen und Schüler gleichzeitig die Fachhochschulreife erwerben. Nach mindestens einjähriger Tätigkeit als staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger kann eine Zusatzausbildung in Heilpädagogik/Sonderpädagogik oder Motopädie angeschlossen werden. Die Berechtigung zum fachbezogenen Studium wird durch den Erwerb der Fachhochschulreife erworben.

Anmeldungen

Anmeldeformulare sind auf dieser Seite eingestellt oder im Schulbüro erhältlich. Bitte reichen Sie die Bewerbungsunterlagen im Schulbüro ein. Weitere Informationen über diese und andere Schulformen erhalten Sie im Schulbüro.

Die Ausbildung der angehenden Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger erfolgt am Schulstandort in Stadtlohn.

 

Bitte nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie weitere Auskünfte oder eine ausführliche Beratung wünschen.

Abteilungsleiterin: Barbara Bürger

Schulleiterin: Michaele Grote

 
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