Presseberichte
Aids Projekt |
| Veröffentlicht von Michaele Grote (reda-grote) am 15 Dec 2011 |
Solidarität und (Nächsten-)Liebe für die an HIV/Aids Erkrankten und der Wunsch, ihnen mit der Integration in die Gesellschaft neue Lebenskraft zu schenken, waren die Themen. "Wer unter Euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!" Diese Worte Jesu waren es, die zum Leitsatz des Wortgottesdienstes "Wir zeigen Schleife" in der St.-Josef-Kirche wurden. "So wie einst Jesus zur Besonnenheit im Umgang mit der Schuldfrage aufrief, so sollten auch wir mit ihr umgehen", erklärte Pfarrer Uwe Weber aus Stadtlohn, der zusammen mit dem katholischen Pfarrer Heinrich Plaßmann aus Ahaus den Gottesdienst feierte. Niemand habe das Recht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, nur weil ihr Lebenswandel ein anderer sei, so Weber: "Glauben wir wirklich, dass wir eine bessere Welt erhalten, wenn wir die vermeitlich 'Schuldigen' ins Abseits schieben?"
Das ein miteinander, ein Aufeinanderzugehen ganz einfach ist, bewiesen die Schülerinnen und Schüler. Sie setzten sowohl im Gottesdienst als auch in den folgenden Programmpunkten auf eine effektive Methode des Wachrüttelns: Zeichen der Soidarität setzen und damit ein Gefühl der Zusammengehörigkeit schaffen. Ob mit einer Menschenkette, einem Moment des Innehaltens, dem Verteilen von roten Schleifen oder einer Lichteraktion für Aidswaisen, stets erlebten die Organisatoren des Themenabends dies zusammen mit ihren Gästen.
Auch das gemeinsame Gespräch und Dokumentationen über den Umgang mit Aids waren wichtige Bestandteile des Programms, das in den Räumen des Berufskollegs fortgesetzt wurde. Besonderen Eindruck hinterließ die multimediale, von Missio präsentierte Ausstellung im "Aidstruck". Anhand der Beschreibung zweier Lebensgeschichten konnten die Besucher in die von Aids geprägte Welt Ugandas und Südafrikas eintauchen und hautnah erleben, was ein Leben mit der Krankheit wirklich bedeutet.
Münsterlandzeitung, Donnerstag, 15. Dezember 2011
Zuletzt geändert am: 03 Jan 2012 um 15:56
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