Presseberichte
Blutspendeaktion |
| Veröffentlicht von Michaele Grote (reda-grote) am 26 Jan 2012 |
Dass Natalie ihre Angst überwunden hat und freiwillig Blut spendet, hat damit zu tun, dass der Blutspendedienst für drei Tage direkt ins Berufskolleg Lise Meitner gekommen ist: Gemeinsam mit den Mitschülerinnen und -schülern spendet es sich eben leichter.
113 Freiwillige meldeten sich gleich am Dienstag, dem ersten Spendentag, und auch gestern herrscht wieder reger Andrang. Tatsächlich spenden durften aber nur gut zwei Drittel der Freiwilligen - wegen zu niedrigen Blutdrucks, wegen eines frischen Piercings oder eines vergessenen Ausweises. "Diese Quote ist bei Erstspenden durchaus normal", erklärt Oliver Feld. Der Schulsozialarbeiter ist Initiator der Blutspende in der Schule. "Ich bin auf die Idee gekommen, weil ein Schüler beim DRK aktiv ist und ich gleichzeitig über eine ähnliche Spendenaktion im Emsland gelesen habe."
Bei der Schulleitung und beim DRK stieß Feld auf offene Ohren. Claudia Müller, Pressesprecherin des DRK-Blutspendendienst West, nennt das Engagement "vorbildlich".
Was der DRK besonders freut: Über solche Schulaktionen werden vor allem Erstspender gewonnen. Und das nicht nur bein den Schülern. Schulleiterin Michaele Grote und etliche ihrer Kollegen wollten nicht zurückstehen. "Bislang bin ich nie dazu gekommen, obwohl man ja oft von den Spendenterminen in der Zeitung liest. Jetzt musste ich ja meine Vorbildfunktion wahrnehmen", sagt die Schulleiterin lachend. Und wie ihre Schülerin Matalie resümiert sie "Eigentlich hätte ich mir den Pieks schmerzhafter vorgestellt."
Im übrigen, so Grote, passe der Blutspendetermin im Berufskolleg "sehr gut ins Schulprofil, da viele unser Schülerinnen und Schüler eine Auzsbildung im Besundheitsbereich machen."
Aber auch die Unterrichtszweige Nahrungsmittelhandwerk, Gastronomie und Hauswirtschaft kommen bei der heute zu Ende gehenden Blutspendenaktion zum Zuge, Sie haben ein exklusives Buffet vorbereitet, an dem die Blutspender genussvoll wieder zu Kräften kommen können. Schließlich, so schätzt Oliver Feld, werden bis heute Mittag rund 100 Liter Lebenssaft geflossen sein.
Stefan Grothues
Münsterlandzeitung 26. Januar 2012
Zuletzt geändert am: 29 Jan 2012 um 11:46
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